Die Psalmen, oft als das Buch der Psalmen bezeichnet, bilden eine Sammlung von 150 lyrischen Gedichten und Liedern, die einen zentralen Bestandteil der Bibel im Alten Testament darstellen. Sie sind in der jüdischen Tradition als Teil der Ketuvim (Schriften) und im christlichen Kontext als ein Buch des Alten Testaments bekannt. Die Psalmen decken ein breites Spektrum menschlicher Erfahrungen und Emotionen ab, von tiefster Verzweiflung und Klage bis hin zu überschwänglichem Lob und Dank an Gott.
Die Texte werden traditionell König David zugeschrieben, obwohl die moderne Forschung nahelegt, dass sie über mehrere Jahrhunderte hinweg von verschiedenen Autoren verfasst wurden. Die Psalmen dienen als Gebete, Anbetungslieder und meditative Reflexionen, die die Beziehung zwischen dem Menschen und Gott thematisieren. Sie behandeln Themen wie Gottes Souveränität, die Schöpfung, Gerechtigkeit, Erlösung und das Vertrauen in Gottes Schutz und Führung.
In Gottesdiensten und religiösen Praktiken des Judentums, Christentums und Islams haben die Psalmen bis heute einen festen Platz. Sie werden in liturgischen Feiern, im persönlichen Gebet und in der spirituellen Meditation verwendet. Die universellen Themen und die poetische Schönheit der Psalmen sprechen Menschen aller Zeiten an und machen sie zu einer der am weitesten verbreiteten und geliebten Schriftsammlungen der Weltreligionen.